Tag 8 – 10: Koh Phangan

Nach einem kurzen Frühstück am Pier ging es am achten Tag meines Thailandurlaubs los zur Fähre nach Krabi und von dort aus mit dem Bus weiter nach Suratthani.

Der Bus hielt unterwegs ein paarmal, um entweder Leute aufzunehmen oder welche abzuladen (z.B. diejenigen, die mit dem Zug nach Bangkok fuhren). Als wir mal wieder unsere Tickets bestätigen lassen mussten, merkte ich, dass das Paar hinter uns Deutsch sprach. Die Zwei kannten das „confirm your ticket“-System wohl noch nicht und ich vermittelte. Wir haben uns noch ein bisschen unterhalten und ich erfuhr, dass sie aus München kamen. Da will ich dieses Jahr unbedingt hin (Schande über mich, ich war noch nie dort!).

In Suratthani stiegen wir um in die Fähre nach Koh Phangan (über Koh Samui). Dort lernten wir eine Gruppe von vier Australiern kennen. Die haben so schnell gesprochen, dass wir dauernd fragen mussten, ob sie den Satz nochmal wiederholen können ;-D Die Jungs waren aber total nett; schade, dass sie in Koh Samui von der Fähre gingen.

Die letzten Seemeilen saßen V und ich auf dem Deck und haben uns den Sonnenuntergang angeschaut. Das war soooooooooo schön!

Als wir in Thongsala auf Koh Phangan anlegten, belagerten direkt jede Menge Taxifahrer den Anlegesteg. Zum Glück konnten wir die ignorieren, denn wir wurden von unserem Bungalow-Resort abgeholt.

Zum Resort ging es über einen sehr holprigen Weg („Straße“ kann man das nichtmal nennen). Die Anlage sah ganz schön aus, unser Bungalow aber etwas abgewrackt.

Der Boden bestand nur aus ein paar zusammengezimmerten Brettern (mit Lücken dazwischen) und einer abwaschbaren Plane darüber. Zum Badezimmer, das an unseren Bungalow angrenzte, mussten wir ein paar Stufen hinuntergehen. Es war ziemlich stabil aus Backsteinen gebaut, aber der obere Teil bestand nur aus ein paar nebeneinander befestigten Ästen. Spanner welcome 😉 Und nicht zu vergessen die Kakerlake, die dort ab dem zweiten Tag ein- und ausging und V dazu brachte, sich auf der Veranda mit Trinkwasser die Zähne zu putzen (ich war zum Glück schon fertig im Bad).

Den Schrank wusch ich einmal mit Sagrotan aus, bevor wir unsere Klamotten einräumten. War auch besser so, denn da war jede Menge Dreck und Sand drin. Aber für den Preis konnten wir natürlich auch nichts Besseres erwarten, also war es vollkommen ok für uns.

Weil wir total hungrig waren (hatten ja den ganzen Tag nichts Warmes gegessen), liefen wir den holprigen Weg zurück zur „Hauptstraße“. Nach 10 Minuten Fußmarsch hatten wir immer noch kein Restaurant gefunden. Nur ein paar einsame Neon-beleuchtete Bars. Als wir vor einem Haus zwei Thais und einen Farang sahen, fragten wir diese nach einem Restaurant in der Nähe. Die Thailänderin meinte, hier gäbe es nichts in der Nähe. Der Farang allerdings empfahl uns, noch ein paar Meter weiterzugehen, dort wäre das Fisherman’s irgendwo auf der rechten Seite. Nach insgesamt 30 Minuten kamen wir dann endlich zu dem Restaurant, was wunderschön war. Unser Thai-Dinner war total lecker (und günstig!).

Nach dem Essen kauften wir noch ein paar Anti-Mücken-Sprays und -Lotions und latschten zurück zum Bungalow. Bevor wir schlafen gingen, bin ich noch ne Runde im Pool geschwommen.

Da wir ja schon am ersten Abend gemerkt hatten, dass in unserer unmittelbaren Nähe nicht viel los war, mieteten wir uns am nächsten Morgen direkt ein Mofa. Merkwürdigerweise akzeptierte der Besitzer V’s thailändische ID-Card nicht und ich musste meinen Reisepass als Sicherheit bei ihm lassen. Fand ich nicht so prickelnd, weil ich Angst hatte, ihn nicht wiederzubekommen und außerdem V die Fahrerin war (ich hatte meinen Führerschein eh nicht dabei, aber hätte wohl auch niemanden interessiert). Der Besitzer musste uns dann auch noch einen zweiten Helm besorgen. Zwar benutzen ca. 99% der Mofa-Fahrer in Thailand keinen Helm, aber wir sind ja vernünftig 😉 Mit dem Mofa ging es als Erstes zurück nach Thongsala (wo wir am Abend zuvor mit der Fähre angelegt hatten) und suchten ein Frühstücks-Café. Ich hatte im Lonely Planet von einem gelesen, das fanden wir aber nicht. Allerdings fanden wir „Nira’s Bakery“ und das war unser Glück!

Ein seeeeehr schönes Café mit total nettem Personal, internationalem Frühstück, lecker Brot, Brötchen, Croissants und Kuchen und free Internet 🙂 Ein kurzes Frühstück wurde das nicht, wir verbrachten ca. 2 1/2 Stunden dort. Ich aß German Breakfast (mit selbstgemachter Erdbeer-Rhabarber-Marmelade) und V legte direkt mit Thai Lunch los.

Danach genehmigten wir uns noch einen Swiss Chocolate Cake *yummy*… to die for… 🙂

Gut gestärkt machten wir uns auf, einige Wasserfälle und Strände zu erkunden.

Das Wandern/ Klettern bei der Hitze war ganz schön anstrengend und wir kamen mächtig ins Schwitzen.

Allerdings hat es aber auch jede Menge Spaß gemacht und wir wurden mit wunderschöner Natur und atemberaubenden Ausblicken belohnt!

Leider haben wir keinen Wasserfall gefunden, so wie ich ihn vor meinem inneren Auge hatte (Wassermassen, die von einem Felsvorsprung runtergerauscht kommen und unter denen man duschen kann ^^).

Und bei einem Abstieg machte ich mich erstmal lang (mit meiner Kamera, die – genau wie ich – einige Kratzer davontrug). Es brannte am Anfang etwas und ich war voller Erde, aber irgendwie mussten wir doch schmunzeln 😉 Vom Thongsala Pier aus wollten wir auf dem Rückweg noch den Sonnenuntergang sehen, kamen aber etwas zu spät. Naja, sah immer noch sehr malerisch aus:

Mit dem Mofa machten wir uns dann noch auf den Weg an das süd-östliche Ende der Insel: Haadrin. Dort am Sunrise Beach findet einmal im Monat die legendäre „Fullmoon Party“ statt. Der Ort ist deshalb auch sehr touristisch und man kann gut shoppen. Der Weg dahin hatte es allerdings in sich. Wie in einer Achterbahn ging es auf und ab mit 20% Steigung bzw. Gefälle! Ich habe mich total an V festgeklammert, denn die Fahrt war mir nicht ganz geheuer. Zwischendurch lag Sand auf der Straße und man bedenke, dass es schon stockdunkel war! Aber V hat uns Beide heile dorthin (und wieder zurück) gebracht. In Haadrin aßen wir in einem Restaurant Pizza und Thai Food und guckten nebenbei „Hangover“. In den Restaurants dort werden den ganzen Tag lang Filme und Serien gezeigt.

Danach schlenderten wir noch etwas durch den Ort und ich fand einen Dessous-Laden, wo ich mir mein Bienchen-Karnevalskostüm kaufte. Es war 10 Uhr abends und ich war die erste Kundin des Tages. Deshalb bestand ich nicht auf meinem genannten Preis, sondern traf mich mit der Verkäuferin in der Mitte. Am Sunrise Beach habe ich mich noch bei einigen Unterkünften nach einem Zimmer für die Fullmoon Party erkundigt. Alle Unterkünfte verlangen in der Fullmoon Party-Woche das Doppelte für die Zimmer und man muss eigentlich mindestens fünf Nächte dort bleiben. Allerdings habe ich etwas getrickst, sodass meine zwei Übernachtungen auch akzeptiert wurden. Ich zahlte außerdem nur die erste Nacht den Fullmoon Party-Preis und in der zweiten den normalen… 🙂
Zurück im Resort schwamm ich wieder ein paar Bahnen im Pool und saß danach noch mit V draußen um zu quatschen.

Am nächsten Morgen schauten V und ich uns an und sagten gleichzeitig „Nira’s“, also war klar, dass ohne ein Frühstück bei Nira’s nix ging J Ich wählte diesmal „American Breakfast“, was auch gut war. Wir bekamen sogar noch Obstsalat umsonst dazu (wir wurden schon als Stammgäste angesehen).

Danach machten wir uns erneut auf den Weg zu diversen Stränden und ins Zentrum der Insel, um vielleicht doch noch „den“ Wasserfall zu finden… Was die Wasserfälle anging, war es wieder ziemlich ernüchternd, aber wir fanden einen wunderschönen Strand!

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem Restaurant (wurde uns von Nira’s empfohlen), wo wir „homemade ice-cream“ aßen. Ich hatte Banane, Ananas und Kokos in einer Kokosnuss. *yummy*


Außerdem buchten wir noch unsere Tickets für die Weiterfahrt (V mit dem Bus nach Bangkok, ich mit der Fähre nach Koh Tao, und direkt noch den Flug für eine Woche später von Koh Samui nach Bangkok).

Gegen Abend wollten wir wieder nach Haadrin um lecker zu essen und danach stand noch die „Shiva Moon“ Party im Dschungel von Ban Tai auf dem Programm. Wir konnten natürlich nicht mit Minirock bzw. –kleid auf’s Mofa steigen und da es durch den Fahrtwind immer ziemlich kalt wurde, wickelten wir uns in Sweatjacke und Pareo. Dazu die Helme… wir sahen so lächerlich aus 😀
Da V noch nie Indisch gegessen hatte und ich Indisches Essen liebe, überredete ich sie zum Indischen Dinner. Wir nahmen beide die nicht-vegetarische Thali mit verschiedenen Gerichten (ich in mild, sie in scharf). Das war sooooo lecker! Mit dem Kellner sprach ich übrigens etwas Hindi, was ihn sehr gefreut hat.
Nach dem Essen fuhren V und ich wieder zurück und suchten die Einfahrt zum Dschungel. Als wir dachten, wir wären schon vorbeigefahren, fragten wir am Straßenrand und erfuhren, dass es die nächste Abzweigung wäre. Dort mussten wir mit dem Mofa über einen mit Löchern-übersähten Waldweg, der nur von kleinen Kerzen beleuchtet wurde. War schon etwas spooky, aber das reizte mich gerade so sehr! Es gab einen kleinen Parkplatz und von dort stand auch ein kleiner Pavillon, wo wir den Stempel bekamen. Eintritt brauchten wir noch nicht zahlen. Es folgte ein weiterer (kurzer) Waldweg, dann kam eine Lichtung mit ein paar Bänken, die um Bäume herumgeschlungen waren und eine geteerte, sehr steile Zufahrt zu einem großen Rondell.

Dort hingen psychedelische Plakate, die im Schwarzlicht leuchteten, der DJ legte auf und ein paar Verkäufer bauten ihre Stände auf (es gab Aufnäher, Räucherstäbchen, handgefertigte Lendenschurze, etc.).

In einer kleinen Holzhütte, die in den Hang rein gebaut war, gab es Getränke. Die Musik war mit „Underground Dance Music“ betitelt und klang in meinen Ohren (ich bin ja keine Expertin) wie derbster Techno/ Trance. Aber passte total zu der abgefahrenen Location! Obwohl (noch) kein anderer tanzte, ließen V und ich uns die Gelegenheit nicht nehmen. Hat total Fetz gemacht. Ich fand die Party auf jeden Fall besser als die Fullmoon Party, aber mehr dazu später.

Nach der Party gaben wir das Mofa zurück an den Besitzer und ich bekam (gottseidank!) meinen Reisepass wieder. Dann haben wir erneut unsere Rucksäcke gepackt, denn es sollte am nächsten Tag früh losgehen.

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