Tag 18 – 21: Bangkok (again)

Mein letztes Wochenende in Bangkok verbrachte ich bei V zu Hause. Mittlerweile hat sie eine eigene Wohnung, aber zum Zeitpunkt meines Urlaubs wohnte sie noch mit ihrem Bruder und ihren Eltern etwas außerhalb von Bangkok.

V hatte zum Glück ein ca. 2 x 2 m großes Bett, so war genug Platz für uns Beide 🙂 Ihre Eltern waren total knuffig. Ich konnte mich zwar nicht mit ihnen verständigen (außer „hallo“ und „danke“ auf Thai), aber es klappte schon irgendwie ^^

Am Morgen des 18. Tages holte uns N schon sehr früh ab, denn wir wollten einen Ausflug nach Ayutthaya machen. Ayutthaya war im 15. Jahrhundert Hauptstadt des Königreichs Siam und ist deshalb kulturell sehr interessant. Es gibt sehr viele Tempelanlagen und am Geburtstag des Königs wurde dort auch einiges an Programm geboten.

Ich wollte eigentlich auch einen Elefantenritt machen, aber die Warteschlange war viel zu lang! Und ich muss gestehen, ich hatte schon sehr viel Respekt, als der (obwohl noch sehr junge) Elefant näher kam…

Dann ging es weiter zu den Tempelanlagen:

Die Tempelanlagen waren soooo riesig und einfach nur beeindruckend!

Zwischendurch begegneten uns immer wieder Kinder, die entweder Basteleien verkauften, um Geld bettelten oder Tanzdarbietungen vorführten.

Die Buddhastatuen fand ich auch total faszinierend, einfach wunderschön!

Als Snack zwischendurch aßen wir Crêpes mit Zuckerwatte-Fäden

und Tom Yam-Suppe.

Wieder bei V angekommen, gönnten wir uns ein kleines Nickerchen, bevor V und ich uns schick anzogen und in die Stadt fuhren. Auf der Sukhumvit Soi 11 gingen wir ins Old German Beerhouse (nicht wegen mir – V wollte unbedingt Deutsch essen!). Ich bestellte ein Hähnchen Cordon bleu mit Kartoffelsalat, für V gab’s Currywurst und Pommes. Leider kamen mit dem Essen auch meine Bauchkrämpfe vom Vortag wieder, nicht so schön 😦
Nach dem Essen wollten wir eigentlich noch in den Bedsupperclub, der hatte aber geschlossen (von Eddy – dem DJ – erfuhren wir dass wegen King’s Birthday kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte). War eigentlich ganz gut, denn mit den Krämpfen hätte ich den Abend eh nicht genießen können. Ich war heilfroh, als ich endlich wieder im Bett lag.

Am nächsten Vormittag verabschiedete ich mich von V’s Eltern und V und ich fuhren erneut in die Sukhumvit Soi 11, diesmal um im Le Fenix einzuchecken, wo ich am Abend vorher schonmal mein Zimmer für die nächsten Nächte reserviert hatte. Das Le Fenix ist ein Designhotel und optimal gelegen. Es gibt einen kostenlosen Shuttle-Service zur nächsten Skytrain-Station (man kann aber auch gut zu Fuß laufen), leckeres Essen und eine Rooftop Bar mit super Ausblick über Bangkok’s Wolkenkratzer.

Rückansicht des Hotels

genau so sah mein Zimmer aus

Ausblick von meinem Zimmer

Bad

Mini-Pool mit Ausblick

Rooftop Bar

Nach einem kurzen Frühstück besorgte ich mir noch Medizin für meinen Magen, der schon wieder Stress machte. Leider gab es in der Apotheke nur Brausepulver, welches nicht viel half. Trotzdem fuhren wir zum Chatuchak Weekendmarket, welcher ziemlich groß und berühmt ist. Dort wollte ich ein paar Klamotten, Mitbringsel und Souvenirs kaufen.

V staunte nicht schlecht, wie gut ich handeln konnte. In einem der ersten Läden wollte ich eine Elefanten- und eine Buddhastatue kaufen. Eine Statue sollte 250 Baht (= 5€), die andere 350 Baht (= 7€) kosten, was mir zu teuer war. Nachdem ich klar gemacht hatte, dass ich nicht so viel zahlen würde und der Händler nicht bereit war, viel weiter runterzugehen, legte ich die Statuen zurück und ging. Doch der Händler rief mich zurück „Ma’am, is okaaaaaay“. Und für 250 Baht bekam ich beide Statuen (also die teurere geschenkt!). Es gibt also sehr viel Handlungsspielraum. Für 150 Baht kaufte ich mir noch ca. 500 Räucherstäbchen in 10 verschiedenen Duftrichtungen 🙂 Mehr schaffte ich leider nicht mit meinen Krämpfen. Echt ärgerlich!
Auf dem Weg zurück zum Hotel gingen wir noch zu einer anderen Apotheke, in deren Fenster ich Werbung für Gaviscon gesehen hatte (und die Werbung kannte ich zum Glück aus dem deutschen Fernsehen). Ausruhen und die Medizin half dann endlich! Trotzdem nahm ich zum Dinner nur einfachen Reis, Wassermelone und Bananen-Shake zu mir. Hat trotzdem geschmeckt 🙂

Weil ich das Dinner so gut verkraftete, konnten wir einen erneuten Versuch starten, dem Bedsupperclub einen Besuch abzustatten.

Für 16€ Eintritt bekamen wir einen Wodka-Longdrink for free – ich blieb aber bei Wasser. Der Club ist sehr stylisch und die Musik war gut. Es gibt zwei verschiedene Bereiche: in einem wird zuerst Essen serviert, später läuft auch dort Musik.
Wir haben total viele Leute (aus Amerika, Australien, Spanien, Frankreich, Dänemark, Singapur…) kennengelernt und waren die meiste Zeit eher am quatschen als am tanzen 😉 Hat aber sehr viel Spaß gemacht!
Unter anderem haben mich zwei Sportstudenten aus Österreich angequatscht.
Typ I: Sorry, darf ich dich was fragen? Mein Kumpel und ich haben gewettet, woher du kommst. Ich sage Schweden, er meint Großbritannien.
Schweden ist ja ein ziemliches Kompliment, aber Großbritannien?! … Als ich beides verneinte und erzählte, dass ich aus Deutschland komme, fingen die Beiden an „Deutschland Deutschland“ zu gröhlen und als ich dann noch sagte, ich komme aus Köln „Lu-Lu-Lukaaaas Podolski“. Wie peinlich! 😀 Mit dem verrückten Australier machten wir uns aber nicht mehr auf die Suche nach einem After Hour-Club ^^

Am nächsten Tag nahm V sich den Vormittag frei und wir gingen wieder zum Old German Beerhouse für ein kleines Frühstück. Als sie dann zur Arbeit fuhr, machte ich mich auf den Weg zu verschiedenen Shopping Malls.

Auf dem Weg dorthin fuhr ich aber noch zum Erawan Shrine (am Grand Hyatt Erawan Hotel), wo ich zum ersten Mal Tempeltänzerinnen sah.

Dann ging’s an’s Shoppen und ich entdeckte per Zufall in einer Mall Forever21 🙂

Im Internet stand zwar nichts von einem Shop in Bangkok, deshalb freute ich mich umso mehr über den Zufall! Mit zig Klamotten ging ich in die Umkleidekabine. Die Preise waren zwar teurer als in Thailand üblich, aber immernoch günstig verglichen mit Deutschland. Ich habe einige Teile gekauft und knapp 100€ dort gelassen. Besonders die Kleidchen hatten es mir angetan, aber viele waren einfach zu kurz!
Danach habe ich noch einige Mitbringsel und ein Wichtelgeschenk gekauft, ich hatte schon schwer zu schleppen.
Ich war echt froh, als ich aus den heftig unterkühlten Malls wieder auf die Straße bei rund 30° C kam 🙂

Zurück im Hotel hab ich mich im Pool vom anstrengenden Shoppen erholt. Lange Bahnen konnte man im ca. 7 x 2 m kleinen Pool zwar nicht ziehen, aber der Ausblick war sehr cool!

Danach zog ich sofort eins von den Forever21-Kleidchen an und ging auf der Sukhumvit Soi 11 italienisch essen.

Ich gönnte mir Canneloni

und eine Schoko-Mousse (mit heißer, flüssiger Schoki drin).

Seeeehr lecker! Und dank der Medizin habe ich das Essen auch super vertragen. Beinahe ging ich noch in den Bedsupperclub (zwischenzeitlich hatte ich erfahren, dass ich mit dem Room Key vom Le Fenix dort kostenlosen Eintritt bekomme!!), aber alleine war mir das dann auch zu doof. Ich ging nur noch rauf auf die Rooftop Bar im Le Fenix, um die Aussicht zu genießen und einen Bananen-Smoothie zu trinken. Die Atmosphäre ware sehr schön, tolles Wetter und chillige Musik. Allerdings hab ich in der knappen Stunde, die ich dort war, sechs (!!) neue Mückenstiche bekommen! Und das noch am vorletzten Tag… hätte echt nicht sein müssen!

An meinem letzten Tag in Bangkok aß ich mein Frühstück im Hotel bevor ich mich auf den Weg machte.

Ausblick vom Hotel

Eigentlich suchte ich ein japanisches Viertel, von dem ich im Lonely Planet gelesen hatte. Von der Skytrain Station aus ging ich bestimmt zwei Stunden zu Fuß, habe es aber irgendwie nicht gefunden. Zwischendurch fragte ich ein paar Mal nach dem Weg, aber wirklich weiterhelfen konnte man mir nicht. Ganz nach V’s Empfehlung „you have to get lost in Bangkok at least once“ wusste ich irgendwann nicht mehr, wo ich eigentlich gelandet bin.

Aber alles kein Problem. Es gab zwar weit und breit keine Bus-, Metro- oder Skytrain-Station, aber immerhin noch Bangkok’s Motorrad-Taxis. Nachdem ich den verlangten Helm bekommen hatte und auf das Motorrad aufgestiegen war, brachte mich der Fahrer für ein paar Cent zur nächsten Skytrain-Station. Von dort aus ging’s noch in ein Luxus-Kaufhaus, bevor ich im Hotel langsam meinen Kram zusammenpackte.

Tja, und dann war schon der letzte Abend in Bangkok angebrochen und mein letztes Treffen mit V (und N, die wieder mit von der Partie war).

Metro-Haltestelle mit Glastüren zu den Schienen

Dafür fuhr ich mit der Skytrain und der Metro zum Lumpini Park – zum Suan Lum Night Bazaar.

Der Night Market ist neben dem Chatuchak Market wohl der bekannteste Markt in Bangkok. Ich finde, er ist besser sortiert als Chatuchak und nicht so voll. Außerdem gibt es einen riesigen Food Court, wo man super und billig essen kann! Viel gekauft habe ich allerdings nicht, ich musste ja an mein Gepäcklimit denken. Naja, ein bisschen hätte schon noch gepasst…

Der Abschied von V fiel mir sehr schwer und ich hatte gar keine Lust, wieder nach Hause zu fliegen. Aber ich musste ja 😦

Als ich mit der Metro wieder zurück fuhr, stieg ich nicht in die Skytrain um, sondern lief die eine Haltestelle zu Fuß. Nachdem ich mich kurz orientiert hatte und einen neugierigen Blick ins Rotlichtviertel (um Sukhumvit Soi 21) geworfen hatte, fand ich den Weg zum Hotel.

In der letzten Nacht konnte ich irgendwie kaum schlafen, deshalb packte ich zwischendurch schonmal meinen Rucksack und schmiss kaputte/ alte Klamotten weg, z.B. die ausgelatschten und dreckigen Flip Flops.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s