Label to watch: Wunderwerk

Kaum zu glauben, dass der erste Monat des neuen Jahres schon fast um ist. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie die Zeit an mir vorbeizieht, bin aber heilfroh, dass ich die Prüfungen des 4. Semesters nun alle hinter mir habe 🙂

Nachdem hier auf dem Blog gezwungenermaßen etwas Ruhe eingekehrt war, möchte ich euch nun ein „Label to watch“ vorstellen. Etwas Lokalpatriotismus ist schon dabei, denn das Label „Wunderwerk“ kommt aus Düsseldorf.

Wunderwerk LogoWunderwerk wurde vor etwas mehr als einem Jahr von Tim Brückmann (CEO/ Verantwortlicher Vertrieb) und Heiko Wunder (CEO/ Verantwortlicher Produkt) gegründet und hat bereits die erste Kollektion (Herbst/Winter 2013) sehr erfolgreich verkauft.

Tim und Heikoby Wunderwerk

Ich durfte Tim und Heiko Mitte Dezember in ihrem „Headquarter“ in Düsseldorf-Flingern besuchen und jede Menge Fragen stellen. Ich war wirklich beeindruckt, mit welchem Elan und welcher Hartnäckigkeit die Beiden ihren Leitsatz „More than organic“ verfolgen! Denn eins sollte gesagt sein: Modische Kleidung fair UND ökologisch herzustellen ist eine große Herausforderung. Auf der einen Seite steht der Anspruch ans Design, auf der anderen Seite der Wille, wirklich rundum „sauber“ zu sein. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg! Und so erarbeitet Heiko zum Beispiel zusammen mit seinen Jeans-Produzenten in Italien neue, umweltschonende Färbe-/ Verarbeitungstechniken.

copyright by fraeuleinschlauschlau

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So wurde eine Technik entwickelt, Jeanshosen ohne umwelt- und gesundheitsschädliche Verfahren zu färben und ohne Sandstrahl- oder Stone Wash-Verfahren die verschiedenen Waschungen zu erzielen.

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Bei der weiß-blauen Batik-Jeans aus der ersten Wunderwerk-Kollektion wurde der natürlich helle Baumwoll-Grundstoff verwendet und durch Tie Dye-Verfahren mit natürlichen Farben die dunkle Batik-Optik erzielt. Bei herkömmlichen Jeans hingegen wird der Grundstoff chemisch gefärbt und die Musterung chemisch herausgeätzt.

photo by wunderwerkby Wunderwerk

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Für Jeans mit „Waschungen“ wird eine Air Brush-Technik mit Sauerstoff verwendet. Auf diese Weise wird auf chemisches Chlor und eine große Wasserverschwendung verzichtet.

Ein weiterer positiver Effekt der beschriebenen Veredlung der Jeanshosen, wie Wunderwerk sie macht: Die gute Qualität der Materialien wird beibehalten. Die Fasern werden NICHT durch chemische Bleichung geschädigt; so leiern die Jeans nicht aus. Dies spricht für eine lange Lebensdauer der Jeans.

Um den „sauberen“ Ansatz zu Ende zu denken, verzichtet Wunderwerk fast vollständig auf Kunststoffe – ausgenommen von 1-2% Elasthan in den Jeans, wofür es noch keinen Ersatz gibt. Reißverschlüsse aus Metall und Knöpfe aus Steinnuss stehen daher bei Wunderwerk auf dem Programm.

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photo by wunderwerk

Shoppen kann man die Kollektionen bereits bei zahlreichen Einzelhändlern in Deutschland und auf den Online-Plattformen greenality und avocadostore. Außerdem soll es ab Frühjahr 2014 einen eigenen Store in Düsseldorf-Flingern geben.

Eine schwarze Jeans von Wunderwerk steht schon auf meinem Shopping-Wunschzettel 🙂 Und wie der Ein oder Andere vielleicht schon bei instagram gesehen hat, habe ich mir bereits ein T-Shirt von Wunderwerk zugelegt: 100% Organic Cotton, fair und ökologisch produziert.

photo by wunderwerk

Das Zitat von Vivienne Westwood ist treffend: „If people are not thinking then we really don’t have any future“.

Ich bin – wie man unschwer erkennen kann – begeistert von dem Wunderwerk-Konzept und dass die beiden Geschäftsführer dieses so unerschütterlich durchziehen, egal welche Herausforderung auf sie wartet.

Daher mein Wunsch für das neue Jahr: Bitte mehr schöne, fair und ökologisch produzierte Mode zu angemessenen Preisen und weniger gesundheitsschädliche, umweltverschmutzende und ausbeuterische Massenmode à la Primark und Konsorten.

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